Welche Produkte verkaufen sich besonders gut? Wo gibt es ungenutztes Umsatzpotenzial? Und welche Aufgaben lassen sich automatisieren? Als Onlineshop-Betreiber:in stehst du regelmäßig vor Fragen, deren Beantwortung Zeit und eine sorgfältige Auswertung deiner Geschäftsdaten erfordert.
Mit Shopify Sidekick kannst du solche Fragen direkt in deinem Shopify-Adminbereich stellen. Der KI-Assistent greift auf deine vorhandenen Shopdaten zu und hilft dir dabei, Verkaufszahlen auszuwerten, Geschäftsentscheidungen vorzubereiten und wiederkehrende Aufgaben zu vereinfachen.
In diesem Beitrag zeigen wir dir fünf praktische Sidekick-KI-Fragen, mit denen du deinen Onlineshop analysieren und deine Arbeitsabläufe effizienter gestalten kannst.
Was ist Shopify Sidekick?
Shopify Sidekick ist ein KI-gestützter E-Commerce-Assistent, der direkt in den Shopify-Adminbereich integriert ist. Er beantwortet Fragen anhand deiner Shopdaten und unterstützt dich bei Aufgaben wie der Erstellung von Berichten, Inhalten, Apps und Automatisierungen.
1. Welche Produkte verkaufen sich gut und welche nicht?
Wenn du ein allgemeines KI-Tool fragst, welche Produkte du in diesem Monat bewerben solltest, erhältst du möglicherweise Empfehlungen wie: „Konzentriere dich auf saisonale Artikel, Bestseller oder Produkte mit hohen Gewinnmargen. Analysiere deine Verkaufsdaten, um Trends zu erkennen.“
Diese Antwort ist grundsätzlich sinnvoll. Allerdings musst du die entsprechenden Zahlen anschließend selbst zusammentragen und auswerten.
Mit Shopify Sidekick kannst du direkt auf die Verkaufs-, Bestell- und Bestandsdaten deines Stores zugreifen. So lassen sich konkrete Entwicklungen nachvollziehen, ohne dass du Daten manuell exportieren musst.
Eine passende Sidekick-KI-Frage lautet beispielsweise:
„Zeige mir den Gesamtumsatz von gestern im Vergleich zum gleichen Wochentag der Vorwoche. Berücksichtige dabei die Anzahl der Bestellungen und den durchschnittlichen Bestellwert.“

Auf Grundlage dieser Frage kann Sidekick:
- Verkaufszahlen verschiedener Tage miteinander vergleichen.
- Veränderungen bei den Bestellungen und beim durchschnittlichen Bestellwert erkennen.
- Auffällige Entwicklungen in deinen Umsatzdaten aufzeigen.
- Die Ergebnisse anhand konkreter Zahlen und Berichte nachvollziehbar machen.
2. Wo verliert mein Unternehmen Geld?
Nicht jede Umsatzsteigerung führt automatisch zu einem höheren Gewinn. Produkte mit niedrigen Margen, hohe Lagerbestände oder ein langsamer Warenumschlag können die Rentabilität deines Unternehmens beeinträchtigen.
Allgemeine KI-Tools können dir zwar typische Ursachen für finanzielle Verluste nennen. Um herauszufinden, wo dein eigenes Unternehmen Geld verliert, musst du jedoch deine konkreten Geschäftsdaten analysieren.
Shopify Sidekick kann dich dabei unterstützen, indem der Assistent beispielsweise deine Lagerbestände und weitere verfügbare Kennzahlen berücksichtigt.
Ein möglicher Prompt lautet:
„Zeige mir den aktuellen Wert meines Lagerbestands, identifiziere Produkte mit geringer Umschlagshäufigkeit und berücksichtige meinen kurzfristigen Kapitalbedarf. Empfiehl drei Maßnahmen, beispielsweise Abverkauf, Produktbundles oder Nachbestellungen, die meine Liquidität in den nächsten 30 Tagen verbessern können. Zeige mir außerdem, wie ich diese Maßnahmen umsetzen kann.“

Mit dieser Sidekick-KI-Frage kannst du unter anderem herausfinden, welche Produkte über längere Zeit im Lager verbleiben und dadurch Kapital binden.
Sidekick hilft dir außerdem dabei, mögliche Maßnahmen zu priorisieren. Dazu gehören beispielsweise:
- Lagerbestände abbauen: Produkte mit geringer Nachfrage können durch gezielte Preisaktionen schneller verkauft werden.
- Produktbundles zusammenstellen: Weniger gefragte Artikel lassen sich mit beliebten Produkten kombinieren, um den Absatz zu fördern.
- Nachbestellungen optimieren: Anhand der bisherigen Nachfrage kannst du besser einschätzen, welche Artikel du erneut bestellen solltest.
Auf diese Weise lassen sich Zusammenhänge erkennen, die bei einer isolierten Betrachtung einzelner Kennzahlen möglicherweise unbemerkt bleiben.
3. Wer sind meine wertvollsten Kund:innen?
Wenn du deine Kundschaft besser verstehen möchtest, spielen Kennzahlen wie die Kaufhäufigkeit, der durchschnittliche Bestellwert und der Customer Lifetime Value eine wichtige Rolle.
Allgemeine KI-Tools können dir erklären, wie eine Kundensegmentierung funktioniert oder welche Methoden sich dafür eignen. Ohne Zugriff auf deine Kundendaten können sie jedoch nicht bestimmen, welche Segmente für deinen Onlineshop besonders relevant sind.
Shopify Sidekick kann deine vorhandenen Verkaufs- und Kundendaten analysieren und daraus konkrete Erkenntnisse ableiten.
Eine mögliche Frage lautet:
„Segmentiere meine Kund:innen der letzten 90 Tage anhand ihres Kaufverhaltens. Unterscheide zwischen Neu- und Bestandskund:innen sowie verschiedenen Bestellwerten und Kaufhäufigkeiten. Zeige mir außerdem, welchen Umsatz die einzelnen Segmente generieren.“

Anstelle allgemeiner Empfehlungen erhältst du eine Auswertung deiner tatsächlichen Kundenstruktur.
Du kannst beispielsweise erkennen, welche Kundengruppen besonders häufig bestellen, welche einen hohen durchschnittlichen Bestellwert aufweisen und welchen Anteil verschiedene Segmente an deinem Gesamtumsatz haben.
Diese Informationen sind vor allem für dein Marketing und die Kundenbindung relevant.
Wenn du beispielsweise eine E-Mail-Kampagne zur Reaktivierung bestehender Kund:innen planst, kannst du mithilfe einer Segmentierung herausfinden, welche Personen schon länger nicht mehr bestellt haben.
Gleichzeitig kannst du besonders wertvolle Kundensegmente identifizieren und deine Marketingmaßnahmen gezielter auf deren Kaufverhalten abstimmen.
Die Grundlage dafür bilden die Daten, die bereits in deinem Shopify-Adminbereich vorhanden sind.
4. Welche Maßnahmen sollte ich als Nächstes umsetzen?
Im E-Commerce gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Umsatz zu steigern oder Geschäftsprozesse zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise die Optimierung deiner Produktseiten, gezielte Marketingaktionen oder die Erweiterung deiner Vertriebskanäle.
Die Herausforderung besteht häufig nicht darin, mögliche Maßnahmen zu finden, sondern zu entscheiden, welche davon für dein Unternehmen aktuell besonders sinnvoll sind.
Ein allgemeines KI-Tool kann dir verschiedene Strategien vorschlagen. Ohne deine Verkaufszahlen, Traffic-Daten und Leistungskennzahlen zu kennen, lässt sich jedoch nur schwer einschätzen, welche Maßnahmen die größte Wirkung haben könnten.
Mit Shopify Sidekick kannst du deine Geschäftsdaten direkt in die Entscheidungsfindung einbeziehen.
Ein passender Prompt lautet:
„Analysiere meine Umsatzentwicklung der vergangenen 90 Tage und nenne mir drei bis fünf Maßnahmen, die ich in diesem Monat priorisieren sollte. Berücksichtige dabei die tatsächlichen Entwicklungen in meinem Onlineshop.“

Sidekick kann auf dieser Grundlage Veränderungen erkennen, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Empfehlungen nach ihrer möglichen Wirkung priorisieren.
Dabei erhältst du nicht nur Vorschläge, sondern auch die entsprechenden Daten, auf denen diese basieren.
Proaktive Empfehlungen mit Sidekick Pulse
Mit Sidekick Pulse geht Shopify noch einen Schritt weiter. Die Funktion analysiert deinen Store proaktiv und kann individuelle Empfehlungen bereitstellen, ohne dass du zuvor eine konkrete Frage stellen musst.
Dabei werden mögliche Verbesserungen erkannt und mit umsetzbaren Aufgaben verknüpft.
Beispiele für solche Empfehlungen sind:
- Lagerbestände gezielt auffüllen: Sidekick Pulse kann erkennen, wenn eine beliebte Produktgröße knapp wird und dadurch potenzielle Verkäufe verloren gehen könnten.
- Social-Media-Traffic besser nutzen: Wenn dein Onlineshop beispielsweise 5.865 Besuche über soziale Netzwerke erhält, aber nur wenige davon zu Käufen führen, kann Pulse entsprechende Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen.
- Mobile Conversion-Rate verbessern: Die Funktion kann auffällige Abbruchraten zwischen Warenkorb und Checkout identifizieren und auf mögliche Probleme hinweisen.
Solche Entwicklungen bleiben im Arbeitsalltag häufig unbemerkt oder erfordern umfangreiche Datenanalysen.
Sidekick Pulse kann relevante Veränderungen frühzeitig sichtbar machen. Dadurch erhält dein Team die Möglichkeit, auf Probleme und Geschäftschancen zu reagieren, bevor wertvolles Umsatzpotenzial verloren geht.
5. Kann Sidekick diese Aufgabe für mich umsetzen?
Viele KI-Tools unterstützen dich hauptsächlich bei der Vorbereitung von Aufgaben. Sie können beispielsweise E-Mail-Texte verfassen oder erklären, wie eine Automatisierung eingerichtet wird.
Für die eigentliche Umsetzung musst du anschließend jedoch häufig zu anderen Anwendungen wechseln, Inhalte übertragen oder technische Anpassungen selbst vornehmen.
Shopify Sidekick kann dagegen direkt innerhalb deiner bestehenden Shopify-Umgebung arbeiten. Der Assistent kennt die Funktionen der Plattform und kann dich bei der technischen Umsetzung verschiedener Aufgaben unterstützen.
Dafür beschreibst du einfach in natürlicher Sprache, was du erreichen möchtest.
Beispiel 1: Eine individuelle App erstellen
„Erstelle eine Event-App, die für ausgewählte Produkte rabattierte Checkout-Links und QR-Codes generiert.“

Ein solcher Anwendungsfall kann beispielsweise für Unternehmen interessant sein, die ihre Produkte zusätzlich auf Messen, Pop-up-Events oder anderen Veranstaltungen verkaufen.
Beispiel 2: Deinen Onlineshop anpassen
„Erstelle einen Banner über die gesamte Seitenbreite, der nur für nicht angemeldete Kund:innen sichtbar ist und einen Rabatt von 10 % für Neukund:innen ankündigt.“

Mit dieser Anweisung beschreibst du eine konkrete Änderung an deinem Storefront. Sidekick kann dich bei der Umsetzung unterstützen, ohne dass du die technischen Schritte selbst im Detail kennen musst.
Beispiel 3: Lagerbestände automatisch überwachen
„Erstelle einen Workflow, der täglich die Lagerbestände meiner 20 meistverkauften Produkte überprüft. Wenn der Bestand eines Produkts unter zehn Einheiten fällt, sende mir eine E-Mail mit dem Produktnamen und der aktuellen Lagermenge.“

Diese Automatisierung kann dir helfen, kritische Lagerbestände frühzeitig zu erkennen.
Die drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Aufgaben sein können, die Sidekick unterstützt: von der Erstellung individueller Apps über die Gestaltung deines Onlineshops bis zur Automatisierung betrieblicher Abläufe.
Aufgaben, für die früher häufig Entwickler:innen oder externe Dienstleister:innen benötigt wurden, können dadurch teilweise deutlich schneller umgesetzt werden.
Wie funktioniert Shopify Sidekick? 5 wichtige Funktionen
Shopify Sidekick wurde speziell für den E-Commerce entwickelt und verbindet KI-gestützte Analysen mit den Funktionen deines Shopify-Stores.
Dabei zeichnet sich der Assistent durch fünf wesentliche Eigenschaften aus.
1. Speziell für den E-Commerce entwickelt
Sidekick kennt die Shopify-Plattform und ihre Funktionen. Der Assistent versteht, wie verschiedene Einstellungen zusammenhängen, welche Möglichkeiten die Shopify-APIs bieten und welche Herausforderungen im E-Commerce häufig auftreten.
Dadurch kann er Fragen beantworten und Lösungen vorschlagen, die auf die Arbeit mit Shopify zugeschnitten sind.
2. Antworten auf Grundlage deiner Shopdaten
Sidekick kann deine vorhandenen Verkaufs-, Bestell-, Lagerbestands- und Traffic-Daten berücksichtigen.
Dadurch erhältst du Antworten, die sich auf dein eigenes Unternehmen beziehen, anstatt ausschließlich allgemeine Empfehlungen zu liefern.
Du musst relevante Informationen außerdem nicht manuell zwischen unterschiedlichen Tools übertragen.
3. Direkte Umsetzung von Aufgaben
Der KI-Assistent kann dich nicht nur bei der Analyse unterstützen, sondern auch Aufgaben innerhalb deiner Shopify-Umgebung umsetzen.
Dazu gehören beispielsweise die Erstellung von Automatisierungen, individuelle Apps und Änderungen an deinem Onlineshop.
Bevor Änderungen vorgenommen werden, ist deine Zustimmung erforderlich.
4. Proaktive Erkenntnisse durch Sidekick Pulse
Mit Sidekick Pulse können relevante Entwicklungen automatisch erkannt und individuelle Handlungsempfehlungen generiert werden.
Die Funktion unterstützt dich beispielsweise dabei, kritische Lagerbestände, auffällige Conversion-Rates oder ungenutzte Verkaufschancen zu identifizieren.
Jede Empfehlung kann konkrete Aufgaben enthalten, mit denen du die jeweilige Situation verbessern kannst.
5. Kontinuierliche Weiterentwicklung
Shopify überprüft fortlaufend neue KI-Modelle und optimiert deren Einsatz für E-Commerce-Anwendungen.
Dadurch kann Sidekick von technologischen Weiterentwicklungen profitieren, ohne dass Händler:innen die zugrunde liegende KI-Infrastruktur selbst aufbauen oder verwalten müssen.
So entwickelst du eine KI-Strategie für deinen Onlineshop
Die besten Sidekick-KI-Fragen entstehen häufig direkt aus deinem Arbeitsalltag. Dabei spielt es keine Rolle, ob du KI gerade erst kennenlernst oder bereits regelmäßig in deinem Unternehmen einsetzt.
Um geeignete Anwendungsfälle zu finden, kannst du deine bestehenden Aufgaben und Herausforderungen in vier Kategorien einteilen:
- Aktuelle Herausforderungen: Welche Prozesse funktionieren nicht wie gewünscht? Wo fehlen dir wichtige Informationen oder wo entstehen Verzögerungen?
- Offene Fragen: Welche geschäftlichen Fragen würdest du gerne beantworten, wenn dir jederzeit eine Datenanalyse zur Verfügung stünde?
- Aufgeschobene Aufgaben: Welche Berichte, Kundensegmente oder Inhalte wolltest du schon länger erstellen?
- Zeitaufwendige Routinen: Welche Aufgaben wiederholen sich wöchentlich oder bei jeder neuen Kampagne?
Aus diesen Fragestellungen lassen sich konkrete Prompts entwickeln.
Beispielsweise könntest du Sidekick fragen:
„Wie hoch ist meine Warenkorbabbruchrate in diesem Monat, aufgeschlüsselt nach Traffic-Quelle?“
Oder:
„Welche Produkte sollte ich vor dem Weihnachtsgeschäft nachbestellen?“
Je stärker du deine Fragen mit den vorhandenen Daten und konkreten Aufgaben in deinem Shopify-Adminbereich verknüpfst, desto hilfreicher können die Ergebnisse ausfallen.
Wenn beispielsweise die Erstellung deines wöchentlichen Reports mehrere Stunden beansprucht, könnte ein erster Prompt folgendermaßen aussehen:
„Fasse die Umsätze, meistverkauften Produkte und die Conversion-Rate der vergangenen Woche zusammen. Hebe außerdem wichtige Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche hervor.“
Die Ergebnisse kannst du anschließend durch weitere Fragen konkretisieren oder vertiefen.
Auf diese Weise lässt sich Sidekick schrittweise in bestehende Arbeitsabläufe integrieren.
Fazit: Mit Sidekick-KI-Fragen fundiertere Entscheidungen treffen
Künstliche Intelligenz kann Unternehmen bei zahlreichen Aufgaben unterstützen. Besonders hilfreich wird sie jedoch, wenn ihre Antworten nicht nur auf allgemeinem Wissen, sondern auf den tatsächlichen Geschäftsdaten basieren.
Shopify Sidekick verbindet KI-gestützte Analysen mit den Informationen und Funktionen deines Onlineshops. Dadurch kannst du beispielsweise Umsatzentwicklungen untersuchen, Lagerbestände optimieren, Kundengruppen analysieren und wiederkehrende Aufgaben automatisieren.
Die vorgestellten Sidekick-KI-Fragen zeigen, wie du mithilfe natürlicher Sprache konkrete Erkenntnisse gewinnen und verschiedene Arbeitsabläufe vereinfachen kannst. Gleichzeitig behältst du die Kontrolle über die Änderungen an deinem Shopify-Store.
Sidekick ist in allen Shopify-Tarifen enthalten und kann direkt über den Shopify-Adminbereich genutzt werden.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.




